5 Usability Tipps für die Optimierung Ihrer Website

5-usability-tipps-fuer-die-optimierung-ihrer-website-150Usability Optimierung ist kein Synonym für Conversion Optimierung. Und doch beeinflusst die Usability einer Website die Conversion Rate unmittelbar. Das geflügelte Wort, dass “die Konkurrenz nur einen Mausklick entfernt” ist, bedeutet für das Verhältnis von Usability und Conversion: Wenn eine Website kompliziert zu benutzen ist, verschwinde ich, ohne weiter darüber nachzudenken. Wenn eine Information umständlich zu finden ist, suche ich woanders. Wenn Informationen unverständlich geschrieben sind, werde ich an anderer Stelle eine Website finden, die diese Information einfach verpackt.

Und: Ich brauche in der Regel weniger als 10 Sekunden, um diese Entscheidungen zu treffen.

Selbst wenn Ihre Website ein unwiderstehliches Produkt präsentiert und das in einem besonders hübschen Design, sollte die Usability nie außer acht gelassen werden. Wir stellen Ihnen 5 grundlegende Tipps vor, die Sie bei der Optimierung Ihrer Website unbedingt im Auge behalten sollten:

Achten Sie auf die Ladezeit Ihrer Website!

Die Geschwindigkeit einer Website ist für ihren Erfolg essentiell und kann gar nicht überbewertet werden. Was hilft Ihnen der perfekte Shop mit dem besten Produkt der Welt, wenn Ihre User diesen nicht mal zu sehen bekommen? User warten nicht länger als max. 5 Sekunden, bis eine Website geladen ist. Dauert es länger, sind sie weg – und kommen vermutlich nicht wieder.

Die Ladegeschwindigkeit einer Website hängt von vielen Faktoren ab: vom Setup Ihres Webservers, über die Netzwerk-Qualität, den Standort des Servers und die Programmierung und Gestaltung der Website an sich (Bilder, JavaScript Benutzung etc.).

Für Tipps, wie Sie die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website optimieren können, bietet sich das Tool PageSpeed Insights von Google an.

Machen Sie es Nutzern so einfach wie möglich!

Je simpler eine Website zu verstehen ist, desto besser. Steve Krugs 14 Jahre alter Web Usability Leitsatz “Don’t Make Me Think!” ist heute so aktuell wie beim ersten Erscheinen seines gleichnamigen Buches. Machen Sie es Nutzern so einfach wie irgend möglich!

Ihre Website muss selbsterklärend sein – Erklärungstexte werden Ihnen nicht helfen, denn kein Nutzer wird sie lesen. Was, wann, wie getan werden muss, sollte sich auf den ersten Blick erschließen. (Und wenn Ihre Nutzer etwas lernen müssen, dann sollte der Lernprozess so einfach und selbsterklärend und gleichzeitig so leicht zu merken sein, wie möglich.)

Kümmern Sie sich um die Navigation Ihrer Website!

Die Navigation ist ein entscheidender Punkt bei der Usability Optimierung Ihrer Website. Sie muss einfach aufgebaut und leicht zu verstehen sein. Ein Nutzer muss jederzeit und an jedem – noch so versteckten – Punkt Ihrer Website genau wissen, wie er dorthin gekommen ist, was er an dieser Stelle tun kann und wohin er von hier gelangt.

Eine leicht zu findende, fehlertolerante und einfach zu benutzende Suche stellt daher eine der wichtigsten Funktionen der Navigation dar. Darüber hinaus können Breadcrumbs bei der Orientierung helfen.

Da außerdem nicht jeder Nutzer, seinen Besuch Ihrer Website auf der Homepage beginnt, sollte es einen einfachen und unkomplizierten Weg geben, wie er zur Startseite gelangt. Es hat sich mittlerweile als Standard durchgesetzt, dass das Seitenlogo, oben links platziert, auf die Startseite verlinkt.

Strukturieren Sie die Inhalte Ihrer Website so, dass sie leicht zu lesen sind!

Die Inhalte Ihrer Website müssen sinnvoll strukturiert sein, damit Nutzer sie lesen und verstehen können. Die Ergebnisse einer Eyetracking-Studie der NielsenNorman Gruppe offenbarte, dass Nutzer die Inhalte von Websiten in einem F-förmigen Muster erfassen: zwei horizontale Streifen, gefolgt von einem vertikalen Streifen. Die linke obere Ecke erhält dabei die größte Aufmerksamkeit.

Wichtige Inhalte sollten also links oder weit oben stehen. Achten Sie außerdem auf visuelle Hierarchien und auf einen sinnvollen Text-Hintergrund-Kontrast. Fügen Sie Zwischenüberschriften ein, die den Text in kleinere leicht zu lesende Blöcke unterteilen.

Denken Sie an Smartphones und Tablets!

Mobile kommt nicht mehr, Mobile ist längst da fasste Thomas unlängst die Entwicklung des mobilen Marktes in Deutschland treffend zusammen: Bereits 21,6 % aller Webzugriffe erfolgten im 4. Quartal 2013 über Handys und Tablets und der Trend setzt sich ungebrochen fort.

Wenn Sie bei aller Optimierungslust die Darstellung auf mobilen Endgeräten vergessen, verlieren Sie wertvollen Traffic. Vielleicht sollten Sie überlegen, eine mobile Version Ihrer Seite zu erstellen. Oder Sie gestalten Ihren Website responsive. Was auch immer Sie in Zukunft planen, stellen Sie in jedem Fall sicher, dass Ihre Website auch auf kleineren Bildschirmen und Touchscreens nutzbar ist!

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten und Ansatzpunkte für die Gestaltung und Optimierung Ihrer Website. Dies ist nur ein Anfang. ;)