Big Data – nur etwas für die Großen?

Big Data hat es nicht zum Wort des Jahres 2013 geschafft und doch ist es in aller Munde. Die große Frage, die sich mir dabei immer stellt ist: Für wen ist Big Data eigentlich interessant?

Die Antwort muss hier ganz klar lauten: Für alle eCommerce-Unternehmen egal, ob Klein-Unternehmen, Mittelständler oder Großkonzern. Tatsache ist aber, dass Big Data meist mit der Handhabe und Analyse großer historisch gewachsener Datenmengen in Verbindung gebracht wird. Was kann man also tun, wenn kaum eigene Daten vorliegen?

Aus diesem Grund widme ich mich heute einmal der Frage, wie kleine und mittelständische eCommerce-Unternehmen  mit dem Thema Big Data erste effiziente Erfahrungen sammeln können.

Daten, Daten, Daten

Die eine Herausforderung

Bevor ein eCommerce-Unternehmen (egal welcher Größe) Daten analysieren und daraus Rückschlüsse ziehen kann, müssen natürlich Daten erhoben und aufbereitet werden. Viele insbesondere große Unternehmen haben, stellenweise über Jahre, eine große Menge an Daten zusammengetragen (Kundendaten, Webanalysedaten, Adserverdaten etc.) und nutzen diese nicht so wie sie es könnten, denn es fehlt an Ressourcen, Technologien und nicht zuletzt an Know How.

Eine korrekte Daten“verwaltung“ und regelmäßige Analysen sind das A und O, denn nur so kann das Userverhalten langfristig nachvollzogen und daraus gewinnbringende Rückschlüsse gezogen werden. Denn genau dies sollte das Ziel von Big-Data sein, Effizienzsteigerung durch Know How.

Nutzen Sie die Daten

Die andere Herausforderung

Welche Möglichkeit haben kleine Unternehmen die nicht auf derartigen Datentöpfen sitzen?

Eines der Hauptziele von Big Data ist das bessere Verständnis des Nutzerverhaltens und somit eine verbesserte und zielführendere Nutzeransprache. Genau hier setzt auch die effiziente Einsatzmöglichkeit der „Big Data im Kleinen“ an.

Bei Big Data geht es nicht immer nur um eigene Daten, natürlich kann und muss zum Start auf bestehende externe Lösungen zugegriffen werden.

Ein pragmatisches Beispiel

Der klassische Einstieg in die Online-Werbung mit Google findet über Search-Kampagnen statt. Hier sammeln wir ab Tag Eins Daten, die uns Informationen über das Suchverhalten der
User liefern. KPIs wie CTR und CR lassen schnelle Rückschlüsse darauf zu, ob eine Kampagne funktioniert oder nicht. Nutzen Sie die generierten Learnings, um die Ansprache stetig zu verbessern.

Neben der keyword-getriebenen Werbung in der Suche offeriert uns der Internetriese noch weitere Kanäle und Möglichkeiten der Useransprache. Gemeint ist hier ganz konkret der Bereich Display und Remarketing. Zur zielführenden Nutzeransprache gibt Google uns hier einen Teil seiner Big Data an die Hand.

Targeting heißt hier das Zauberwort zur zielführenden Nutzeransprache. Google verfügt über einen riesigen historisch gewachsenen Datenpool und ermöglicht somit die Aussteuerung im Google Display-Netzwerk (GDN) auf der Grundlage von Themen, Interessen und gezielten Placements. Durch Nutzung dieser Targeting-Möglichkeiten in Kombination mit kontextuellen Einstellungen lassen den Display-Kanal zu einem guten weiteren Ansprache-Medium werden.

Die Nutzeransprache durch Google Remarketing basiert hingegen bereits wieder auf unseren generierten Daten. In der Vergangenheit gesammelte Remarketing-Listen werden hier zur erneuten Ansprache vorheriger Seitenbesucher herangezogen.

Big Data – auch etwas für die Kleinen?

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich hinter „Big Data im Kleinen“ gar nicht so viel Universalgalaktisches verbirgt wie vermutet. Fokussieren Sie sich einfach von Anfang an auf ihr Business und nutzen Sie Daten vom ersten Tag an zur effektiven Nutzeransprache und der Erreichung der gesteckten Ziele.

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