Google Display Marketing – Werbemittel im GDN

Nachdem wir uns in den letzten beiden Artikeln damit beschäftigt haben, was sich eigentlich hinter Google Display Marketing verbirgt und wie man Kampagnen im Google Display Netzwerk (GDN) aufsetzt möchte ich mich heute den verschiedenen Anzeigen-Typen widmen.

Bewerbung im GDN ist neben den klassischen Textanzeigen, die wir auch aus der Suche kennen, noch mit einigen anderen Werbemittelarten möglich. Wie schon mehrfach erwähnt ist ein User im Google Display Netzwerk nicht unbedingt in Kauflaune. Oberstes Ziel der Anzeigen im GDN ist also „Aufmerksamkeit“. Diese bekommt man deutlich einfacher mit einem Banner, bzw. mit Bildmaterial.

Anzeigen erstellen


Display-Anzeigen, egal welcher Typ, werden auf Anzeigengruppen-Ebene erstellt. Hierzu wählt man erst die gewünschte Kampagne und dann die Anzeigengruppe aus, in der die Anzeigen platziert werden sollen. Auf Anzeigengruppen-Ebene findet sich dann der Tab „Anzeigen“ und die Funktion „+ Anzeige“.

Schauen wir uns die verschiedenen Möglichkeiten einmal genauer an.

Die Textanzeige im GDN

Textanzeigen sind das einfachste Anzeigenformat. Sie lassen sich am leichtesten und schnellsten erstellen und duplizieren. Textanzeigen können sowohl – wie oben gesehen – im Konto erstellt werden oder aber über den AdWords Editor.

Der Editor vereinfacht größere Änderungen an den AdWords-Kampagnen und eignet sich auch besonders gut für die Erstellung von vielen Anzeigen.

Textanzeigen im Display-Netzwerk haben in der Regel eine hohe Reichweite, da viele Partnerseiten immer noch nur Textanzeigen unterstützen. Außerdem sind Textanzeigen in der Regel kostengünstiger als Banner, da hier viel weniger Werbefläche benötigt wird.

Genau wie bei Textanzeigen im Search-Bereich gibt es einige Dinge bei der Erstellung zu bedenken und zu beachten. Eine Anzeige besteht aus vier Zeilen, die jeweils in der Zeichenanzahl begrenzt sind:

  • Titel:                      25 Zeichen
  • 1. Textzeile:        35 Zeichen
  • 2. Textzeile:        35 Zeichen
  • Anzeigen-URL:  35 Zeichen

Wie die Anzeige letztlich geschrieben werden muss, um Aufmerksamkeit zu bekommen und am Ende bestenfalls auch zu konvertieren, muss ausgetestet werden. Oft funktionieren Textanzeigen, die sich in der Suche bewährt haben im GDN nicht so gut – der User ist hier eben nicht gezielt auf der Suche nach etwas bzw. will sich eigentlich nur informieren.

In Zeiten, in denen Mobile ein immer wichtigerer Kanal wird gibt Google uns noch zwei spezifische Möglichkeiten an die Hand. Die erste Variante versteckt sich hinter der Bezeichnung „Anzeige für digitale Inhalte“. Mit diesen Textanzeigen sollen in erster Linie Apps beworben werden. Im Endeffekt passiert hier nichts weiter, als dass neben unserer Text-Ad noch ein Image der App eingespielt wird und der direkte Download im App-Store beworben wird.

Möchten Sie Anzeigen gezielt für die mobile Auslieferung erstellen, ist folgender Anzeigen-Typ spannend: Mit der „Mobile WAP-Anzeige“ wird die Textanzeige schon bei der Erstellung für die mobile Ausrichtung optimiert. Hier kann beispielsweise auch eine Ausrichtung auf bestimmte Sprachen bzw. Mobilfunknetze vorgenommen werden.

Die Image-Anzeige im GDN

Neben den Textanzeigen sind Image-Anzeigen die am weitesten verbreitete Werbemittel-Form auf den Partnerseiten von Google. Die Display-Anzeigen können Images-, Flash- oder Video-Elemente enthalten und sowohl statisch als auch animiert sein. Kampagne und Anzeigengruppe auswählen und über den „+ Anzeige“ Button eine neue Anzeige hinzufügen.

Um Image-Anzeigen auf alt bewährte Art und Weise zu erstellen braucht es nur einen Banner im passenden Format, eine Anzeigen-URL und eine Ziel-URL.

Anzeigen erstellen 2

Hier muss nur das zur Verfügung gestellte Image hochgeladen, sowie die Landingpage eingetragen werden – fertig ist die Display-Anzeige. Wie wir hier sehen können unterstützt Google unterschiedliche Bannerformate. Es gibt keine Faustregel, welche Formate benutzt werden sollten. Generell kann man aber sagen, dass Leaderboard, Rectangle, Square und Skyscraper meist von den Partnerseiten im Google Display Netzwerk unterstützt werden.

Im Zuge der ständigen Weiterentwicklung von Google AdWords gibt es inzwischen noch eine zweite Möglichkeit Banner zu erstellen. Für diese Variante müssen wir lediglich eine Landingpage von unserer Webseite auswählen. Diese wird gescannt und Bildmaterial sowie Designs von dieser Zielseite werden von Google in verschiedenste Banner-Ideen verwandelt. Auf diese Weise lassen sich schnell und einfach Werbemittel erstellen. Ob diese dann letztlich der Unternehmens-CI gerecht werden muss entschieden werden.

Auch für die Erstellung von Image-Anzeigen gelten gewisse Richtlinien. Es müssen Vorgaben im Bezug auf Images, Formate und Hintergründe beachtet werden. So dürfen die Hintergründe von Image-Anzeigen nicht unkonventionell daher kommen, wie z.B. seitlich gekippt sein.

Außerdem dürfen sich die Images nicht ständig wiederholen und Animationen nicht zu lange sein. Desweiteren sollten niemals blinkende Elemente enthalten sein und auch keine Funktionen dargestellt werden, die eigentlich keine sind. Diese Inhalte werden zur Ablehnung der Anzeige führen. Ebenso zu Ablehnung führen alle Anzeigen, die pornografische und nicht jugendfreie Images und Texte oder urheberrechtlich geschützte Inhalte enthalten.

Eine kleine Besonderheit gibt es auch noch im Bereich der Flash-Banner zu beachten. Hier muss unbedingt das [clickTag] mit eingebaut werden. Dieses wird direkt im Quelltext des jeweiligen Banners platziert.

Auch für Image-Anzeigen gibt es die Möglichkeit diese gleich gezielt als WAP-Anzeige zu erstellen und mit bestimmten Ausrichtungskriterien zu versehen.

Die Rich-Media Anzeige im GDN

Rich-Media-Anzeigen ermöglichen es dem Werbetreibenden neben Text und Bildmaterial auch mit interaktivem und dynamischem Content auf sich aufmerksam zu machen. Unter dem Menüpunkt Anzeigengalerie finden sich 5 Varianten von Rich-Media-Anzeigen, die schnell und einfach zu erstellen sind.

Hierzu zählen neben dynamischen und Interaktions-Anzeigen auch soziale Anzeigen, Videoanzeigen und Universalanzeigen.

Anzeigen erstellen 3

Welche Werbeformate am besten funktionieren kann auch hier wieder nicht pauschal beantwortet werden und muss individuell getestet werden.

Noch einmal zusammengefasst, werden Text und Image-Anzeigen am häufigsten eingesetzt – sicher auch, weil sie von den meisten Placements im Netzwerk unterstützt werden. Aber gerade im mobilen Bereich ist die Optimierung und Erweiterung der Text- und Imageanzeigen sicher einen Test wert.

Bild: DIGITAL FORWARD

Screenshots: Google AdWords