Infografik: Beacons, In-Store Tracking und die Meinung der Kunden

Beacon (englisch für Leuchtfeuer) ist eine Technologie, die es erlaubt, über energiesparendes Bluetooth mit Smartphones und anderen Smart Objects in einem Umkreis von bis zu 30 Metern zu kommunizieren und Daten auszutauschen. Viele Händler mit stationären Ladengeschäften (und ihre Daten Analysten) setzen große Hoffnungen in diese Technologie. Denn sie ermöglicht es Kunden, die z.B. am eigenen Laden vorbeilaufen, per Push-Nachricht auf Sonderangebote aufmerksam zu machen, ihren genauen Weg in den Laden und durch das Geschäft zu tracken und schließlich als Mobile Payment Alternative die Bezahlung über das Smartphone zu vereinfachen.

Später können diese Daten dann z.b. im neuen Universal Analytics ausgewertet werden. Nicht zuletzt die Einführung von iBeacons durch Apple sorgte für neuen Wind in den Segeln der Marketing-Kapitäne und der Tech Branche.

“Ein Händler weiß plötzlich, wenn und wo sein Kunde im Laden steht. Das ist die größte Änderung für den stationären Handel der vergangenen Jahrzehnte.” Sagte z.B. Achim Himmelreich vom Bundesverband Digitale Wirtschaft dem Focus.

Soweit die Theorie.

Dass diese Technologie ein großes Potential in sich trägt, ist unbestritten. Fraglich bleibt, ob sie sich durchzusetzen weiß – ob also Kunden überhaupt bereit sind, Beacons zu nutzen. Denn davon hängt schließlich ab, ob es Händlern möglich sein wird, Kunden z.B. per Push-Benachrichtigung personalisierte Angebote zuzuschicken, sobald sie in Reichweite des Ladengeschäfts sind.

Es mehren sich jedenfalls die Stimmen, die sich etwas kritischer mit der Durchsetzungsfähigkeit der Beacon-Technologie auseinandersetzen. Nun hat opinionlab.com in einer Studie die Skepsis der Nutzer nachgewiesen:

Auf die Frage, ob die Nutzer es für akzeptabel erachten, dass Händler ihr Verhalten im Ladengeschäft via Beacons messen und auswerten, antworteten 77% mit Nein. Nur 38% der befragten Nutzer wären bereit, sich von ihrem Lieblingsgeschäft tracken zu lassen. 44% würden das Geschäft daraufhin meiden! Es ist klar: Das mangelnde Vertrauen in den Datenschutz der Anbieter ist verantwortlich für die mangelnde Akzeptanz dieser neuen Techonlogie. Ob personalisierte Sonderangebote den Verlust an Privatsphäre aufzuwiegen vermögen, darf bezweifelt werden.

Weitere Infos finden Sie in der Infografik von opinionlab.com:

OpinionLab_Infographic_shoppers-reject-instore-tracking

Infografik von www.opinionlab.com