Warenkorbabbruch: 4 Killer für den Checkout-Prozess

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Nachdem wir uns vor gut 4 Wochen schon Tipps zur Vergrößerung des Warenkorbs angeschaut haben, gibt’s jetzt das absolute Gegenteil: 4 Killer für den Checkout-Prozess, die in vielen Fällen zum Warenkorbabbruch führen.

Sie schleichen sich oft langsam und über mehrere Updates und Optimierungen ein – und killen die Käufer dann aus dem Hinterhalt, schnell und unauffällig.

 

  • Killer #4: Ich bin ein Standardformular. Füll mich aus! DOPPELT!

Ist Rechnungsadresse gleich Lieferadresse? Diese Abfrage ist selbstverständlich. Und für den Käufer ist es an dieser Stelle auch selbstverständlich, dass er bei gleicher Rechnungs- und Lieferadresse diese nicht in zwei Formulare eintippen möchte.

Feste Standardformulare, die zum doppelten Ausfüllen zwingen, sind negative Killer im Checkout. Optionsfelder sollten besser durch den Klick einer Checkbox erscheinen. Sonst wird der Kunde von einer langen Formularmeile zum Warenkorbabbruch verführt.

  • Killer #3: Ich bin (neu)gierig² – her mit deinen Daten! ALLEN!

Unnötig viele Datenabfragen im Checkout-Prozess machen Käufer stutzig. Der Drang, die privaten Daten zu schützen, ist größer denn je. Daher: Datenbank checken, Formulare aufräumen, Datenabfrage ausdünnen! Nur Infos, die auch dem Käufer dieses Shops relevant scheinen, abfragen. Ggf. Abfragen durch kleine Info-Mouseovers erklären.

Tipp zur Optimierung: Wann wurde zuletzt die interne Shop-Datenbank aktualisiert? Werden tatsächlich alle abgefragten Daten genutzt?

  • Killer #2: Ich habe viele Infos und will dir alle gleichzeitig zeigen. Und lies auch diese Info!

Der ideale Checkout-Prozess ist übersichtlich. Mit Informationen überfrachtete Webseiten müssen entrümpelt werden; selbiges gilt auch für den Gang zur Kasse.

Informationen, die im Checkout nicht nötig sind, fliegen raus! Weniger ist mehr.

  • Killer #1: Du musst ein Kundenkonto erstellen. Melde dich an, sonst kannst du nicht bestellen!

Natürlich sollen Kunden öfter in unserem Shop kaufen und sich ein Kundenkonto mit Kundenprofil anlegen. Doch: Der Conversion-Killer #1 ist der Zwang zur Anmeldung. Dadurch werden die meisten Warenkorbabbrüche provoziert.

Besser ist es dem Kunden die Option zur Anmeldung zu empfehlen (z.B. durch Bulletpoints mit aussagekräftigen Vorteilen eines Kundenkontos), ihn aber auch ohne Anmeldung fortführen zu lassen. Wir wollen schließlich keinen Sale durch Warenkorbabbruch verlieren!

Update 04.03.2014:

Oder wie wäre es mit dem Social Login als Option? Hier muss der Kunde keinen neuen Account anlegen, sondern kann sich mit einem bestehenden Fremdkonto im Shop einloggen, z.B. mit Facebook, Google, Yahoo oder Twitter. Mehr Infos im Artikel Social Login in Online Shops: Chance nutzen.

 

Ein Tipp für permanente Optimierung:

Wir alle optimieren mal hier mal da im Prozess, da kann man ggf. schon den Überblick verlieren. Dann häufen sich für den Käufer zeitintensive Eingabefelder im Checkout-Prozess. Daher: Durch regelmäßige Tests des Checkouts lassen sich Warenkorb-Killer schnell entlarven. Ein Serientermin zur Probebestellung kann hier Wunder wirken und unnötigen Warenkorbabbrüche frühzeitig vorbeugen!

 

Bild: Warenkorb – Rene Pletl / www.pixelio.de; Messer – freevectors.net